Auf See

16. Februar 2009. Tag 10 war unser letzter Seetag, ein Tag, an dem wir noch einmal in aller Ruhe die Annehmlichkeiten der MSC Fantasia genießen konnten. Wie immer gingen wir zunächst zum Frühstück ins Buffet-Restaurant L’Africana, und wie immer war besonders der vordere Bereich, etwa mittschiffs, sehr voll. Je weiter man Richtung Schiffsheck ging, umso weniger Gedränge gab es, auch an den Buffets. Wir hatten erneut Glück und ergatterten einen Sitzplatz im Heck, direkt an der Glasscheibe, mit einem schönen Blick auf das Wasser und die Heckwellen, die das Schiff hinter sich ließ. Nach dem Frühstück, bei dem wir wie jeden Tag auf Kaffe verzichteten und stattdessen Tee tranken, gab es den „Muntermacher“-Espresso an der „Fontane Bar“ in der „Covered Pool Area“. Von der Bar mussten wir nur wenige Schritte zurücklegen, dann über die Treppe ein Deck nach unten, und schon waren wir in unserer Kabine 13048. Hier zogen wir Badesachen und Bademantel an, und gingen dann zum höchstgelegenen Whirlpool des Schiffes, auf Deck 18. Diesen hatten wir auf dem Decksplan entdeckt und ich ging davon aus, dass kaum jemand soweit laufen würde, um sich in einen Whirlpool zu setzen. Und so war es dann auch:

Whirlpool

Ein Whirlpool ganz für uns alleine

Während man in den Whirlpools im I Tropici und im Acqua Park dicht an dicht saß, fanden wir einen leeren Whirlpool vor, und einen sehr freundlichen Poolboy indischer oder pakistanischer Abstammung, der uns gleich zeigte, wie man den Wasserdruck verstellen konnte. Als wir unser Bad beendet hatten, bot er sich gleich an, ein Bild von uns beiden zu machen. (UPDATE: Im neuen „Erlebniswelten“-Konzept von MSC ist dieser Bereich leider für manche Passagiere nur noch gegen Eintritt nutzbar. Für den Zugang zum „Top 18 Sonnendeck“ werden pro Tag und Person 15 Euro fällig. Dafür wird man dann auch zu seiner „persönlichen“ Liege geleitet.)
Nachdem der Tag mit solch angenehmer Wellness begonnen hatte. beschlossen wir, uns noch einmal eine Stunde „Thermalzone“ zu gönnen, mit Benutzung der Sauna, des türkischen Bads und des Ruheraums.

Mini-Video: Badespaß im I Tropici Covered Pool

Auch den Aurea Spa Bereich konnten wir von unserer Kabine in einer Minute erreichen, er lag über unserem Deck auf Deck 14. Wir genossen unsere Saunastunde und relaxten danach weiter auf dem Balkon, mit Sonne, herrlichem Blick aufs Meer, und dem leisen Rauschen der Bugwellen. So dämmerten wir dem Mittagessen entgegen. Lust auf Buffet hatten wir keine, wir wollten uns bedienen lassen. Also gingen wir hinunter ins Cerchio d’Oro. Am Restauranteingang wollte uns gleich ein Kellner in Empfang nehmen und zu einem Tisch geleiten, als uns unser Oberkellner von Abends, I Gusti Puta Suena, erblickte. Er führte uns zu einem Zweiertisch.

Als Vorspeise bestellten wir Salat, danach Pipe, kleine Röhrennudeln, mit frischen Tomaten und Thunfisch. Weiter ging es für Katrin mit Fish and Chips, und für mich mit einem Kalbsragout mit Frühlingsgemüse. Als Abschluss des Mittagessens genossen wir noch eine Mousse au Chocolat. Nach dem Mittagessen machten wir da weiter, wo wir zuvor aufgehört hatten, beim Sonnen auf unserem Balkon. Um 15 Uhr suchten wir das Theater L’Avangardia auf, denn dort sollte es „Wichtige Informationen zur Ausschiffung“ geben.

Wir erfuhren, dass wir Kofferbänder in verschiedenen Farben erhalten würden, diese sollten wir an unseren Koffern anbringen. Die wiederum sollten dann am morgigen Abend, am Vorabend der Ausschiffung, bis 1 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden. Wir mussten also beim Packen überlegen, welche Gegenstände und Bekleidung wir noch benötigten und einplanen, dass wir diese Dinge dann in unserem verbleibenden Handgepäck, einem Rucksack, unterbringen mussten. Wir erfuhren, dass den „Individualreisenden auf Deck 13“, also uns, die Farbe „Grün 3“ zugeordnet worden war. Bis 8 Uhr hatten wir die Kabine zu verlassen und uns in der Wartezone für „Grün 3“, dies war die „Piazza San Giorgio“, einzufinden. Die Ausschiffung sollte gleich um 8 Uhr beginnen. Da unsere Farbe gleich als erste genannt worden war, ging ich davon aus, dass wir bei der Ausschiffung mit zu den ersten gehören würden, was sich schließlich auch bestätigen sollte.

Mini-Video: Aerobic auf der MSC Fantasia

Nach der Informationsveranstaltung war es für Katrin höchste Zeit sich umzuziehen, denn sie wollte wenigstens einmal am Aerobic teilnehmen. Dieses fand um 16:30 Uhr in der Liquid Disco statt. Ich bewunderte ernsthaft die Anstrengungen der vielen Damen und vereinzelten Männer, die auf der Tanzfläche des Disco den Anweisungen der Animateurin folgten, und dabei, zumindest die TeilnehmerInnen in den vorderen Reihen, einen schönen Blick auf das Meer genießen konnten.
Zurück auf der Kabine, fanden wir dort die Fragebogen vor, auf denen wir die Reise bewerten sollten. Wir machten schön unsere Kreuzchen, die insgesamt ein positives Fazit der Reise zogen (siehe auch unser Fazit hier). Wir vermerkten aber auch die beiden Punkte, die uns am meisten missfallen hatten: Das Rauchen in der L’Insolito Lounge und in der I Tropici Pool-Landschaft
sowie den unserer Meinung nach unterirdischen Kaffegeschmack in den Restaurants und Buffets.

Abendessen im Cerchio d’Oro

Das große Galadinner mit Dresscode „festlich“ stand am Abend auf dem Programm.
Die Schiffsfotografen hatten wieder jede Menge zu tun, und arbeiteten sich fotografierend Tisch für Tisch vor. Wir wurden auch gezielt von einem Mitarbeiter des Photoshops gefilmt. Wir nahmen an, weil wir am Vorabend die DVD mit der Dokumentation der Reise bestellt hatten, und wir darin wenigstens für 2 Sekunden zu sehen sein sollten.
Als Vorspeise gab es Räucherlachs.
Als Primo hatten wir den Salat des Tages bestellt, dieser ließ aber auf sich warten und kam erst nach einer Erinnerung, und nachdem der Hauptgang bereits auf dem Tisch stand. Für Katrin gab es Sautierte Garnelen mit Kräutern, serviert an Venusreis mit Anissauce, und ich hatte ein Chateaubriand mit Steinpilzsoße geordert.

Speisekarte Galadinner

Speisekarte Abschieds-Galadinner (Klick auf die Abbildung lädt die ganze Karte)

Dessert hatte man keines wählen können, es war uns eine Überraschung angekündigt worden. Die war allerdings nicht schwer zu erraten, in der Speisekarte (siehe Abbildung) stand ja bereits „Baked Alaska“, also erwarteten wir eine schöne Eisparade, wie man sie ja aus dem Traumschiff kennt. Und so ähnlich war es auch. Kurz nach 20 Uhr erloschen alle Lichter im Cerchio d’Oro, und zu den Klängen von Guiseppe Verdis Triumphmarsch aus Aida marschierten die Kellner mit Eistorten, in denen Funken versprühende Wunderkerzen steckten, herein. Nach wenigen Minuten wurde es wieder hell und die Kellner servierten das köstlich schmeckende Eisdessert. Dazu brachte uns unser Kellner Augustin noch die Kleine Gebäckauswahl.

Mini-Video: Baked Alaska Parade

So gesättigt trafen wir eine Entscheidung, die vielleicht die falsche war: Wir beschlossen nämlich, wie schon an allen Vorabenden, auf das Mitternachtsimbiss zu verzichten. Heute Abend fand aber das Mitternachtsbuffet „Magnifico“ im L’Africana statt, was sicherlich nicht nur für den Gaumen, sondern auch für die Augen (und Kameras) eine besondere Attraktion darstellen würde. Wir wollten aber lieber am nächsten Tag ausgeschlafen durch Rom spazieren, und so haben wir auf den Besuch des „Magnifico“ verzichtet. Bei der folgenden Reise mit der MSC Splendida haben wir das Versäumnis dann nachgeholt. Bilder vom sehr schönen Buffet gibt es dort. Wir promenierten noch einmal auf unseren „Standard-Routen“ durch das Schiff und gelangten schließlich zur L’Insolito Lounge, in der gerade der „Welcome Back“-Empfang für die Repeater, also die Gäste, die früher bereits mit MSC gefahren waren, sowie für Paare auf Hochzeitsreise stattfand. Der Empfang neigte sich wohl schon dem Ende entgegen, niemand kontrollierte, ob wir wirklich „Repeater“ oder Hochzeitsreisende waren, wir konnten einfach eintreten. Kuchen gab es noch genügend, es wurde uns auch gleich ein Stück angeboten, was wir aber dankend ablehnten, da die Sättigungswirkung der Eisbombe überhaupt nicht nachgelassen hatte.
Dann setzten wir Kurs auf unsere Kabine, unterwegs gab es noch einen kurzen Zwischenstopp in der Manhattan Jazz Bar, und gingen dann bald zu Bett.

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