Zurück in Genua

18. Februar 2009. In der Nacht wurden wir mehrfach von Geräuschen gestört, die wir zunächst nicht zuordnen konnten. Katrin erkannte dann aber: Es waren die bereits abgeräumten Kleiderbügel, die munter aneinander klapperten. Da es sich bei den Bügeln um die neumodische, diebstahlsgeschützte Ausführung handelte, die man nicht so einfach abhängen kann, band ich sie kurzerhand mit dem Badetuch zusammen. Nun war wieder Ruhe. Der 12. Tag unserer Reise begann wie der Vortag recht früh für uns. Um 6 Uhr 30 klingelte der Wecker, eine letzte Morgentoilette, immer wieder ein kurzer Gang auf den Balkon und ein Blick Richtung ligurische Küste, wo die Dörfer der Cinque Terre in der Morgendämmerung zu erkennen waren.

Sonnenaufgang bei Genua

Mit den ersten Sonnenstrahlen liefen wir in Genua ein

Dann machte ich mich mit der unterschriebenen Abrechnung, die der Steward in der Nacht unter der Türe hindurchgeschoben hatte, auf den Weg zum Zahlmeister. Im Aufzug wollte mich bereits eine ältere Dame auf die chaotischen Zustände vorbereiten, die mich erwarten würden. Sie sei um 6 Uhr bereits unten gewesen und hätte „ewig“ in der Schlange warten müssen. Unten angekommen, sah ich zwar eine Warteschlange, diese war jedoch mit etwa 15 Passagieren für mein Empfinden kurz. Ich stellte mich zunächst an, bemerkte dann aber, dass alle Passagiere vor mir grüne Abrechnungen, also Barzahler-Rechnungen, in der Hand hielten, während am Rande des Tresens ein MSC-Mitarbeiter neben einem Stapel mit gelben Kreditkartenabrechnungen stand. Ich stieg also kurzerhand über die Absperrung, drückte ihm meine unterschriebene Kreditkartenabrechnung in die Hand, und war nach nicht einmal einer halben Minute mit der Schlusszahlung fertig.

Mini-Video: Rückkehr nach Genua

Mit dem Aufzug fuhr ich wieder hinauf auf Deck 13, beobachtete vom Balkon aus noch ein wenig das Anlegen, dann gingen wir ein letztes Mal ins L’Africana zum Frühstück. Nach dem Frühstück schlenderten wir noch einmal über das offene Deck 14, um schließlich unser Handgepäck aus der Kabine zu holen und diese endgültig zu verlassen.

zurück in Genua

Um 7 Uhr machten wir wieder an der Ponte Andrea Doria in Genua fest

Pünktlich um 8 Uhr fanden wir uns im zugewiesenen Wartebereich der Piazza S. Giorgio ein, in der Hoffnung, nicht allzu lange warten zu müssen, da wir ja die Ausschiffungs-Farbe „Grün“ zugeteilt bekommen hatten, und diese auf der Liste im Tagesprogramm ganz oben aufgeführt war. Und so kam es auch, nach einer knappen Viertelstunde erfolgte bereits unser Aufruf, und wir gingen zum Ausgang. Durch das Abfertigungsgebäude der Ponte Andrea Doria wurden wir hinab ins Erdgeschoss gelotst, wo unser Gepäck auf uns warten sollte. Ein Einweiser schickte alle Passagiere mit Ausschiffungsfarbe „Grün 3“ in die linke Halle, die mit „Grün 2“ in die rechte. Sofort fanden wir in der Halle unseren Koffer, allerdings nur einen. Zwei weitere fehlten. Wir durchsuchten alle Reihen, in denen dicht an dicht Koffer an Koffer stand, ohne Erfolg. Ich sah, dass die Gepäckträger bereits Koffer mit anderen Farben aufbauten, und wusste, was ich zu tun hatte. Ich machte mich auf den Weg in die andere Halle und wurde dort sofort fündig: Unter all den anderen „Grün 2“-Koffern standen auch unsere beiden „Grün 3“ Koffer. Ich schleppte die beiden also hinüber in „unsere“ Halle, nicht ohne den Einweiser auf die falsch deponierten Koffer aufmerksam zu machen. Der zuckte aber bloß mit den Schultern.
Nach diesen kleineren Widrigkeiten ging es erfreulich weiter: Am Ausgang des Abfertigungsgebäudes stand ein Zöllner, der gerade seinem Kumpel sein neues Handy zeigte, und der daher überhaupt keine Zeit für irgendwelche Kontrollen hatte. Vor der Halle war ein Tisch mit Autoschlüsseln aufgebaut, ich erblickte unseren Autoschlüssel sofort, deutete darauf, händigte dem Parkwächter meine Quittung aus, der zeigte in die Richtung, in der wir unser Auto finden sollten, meinte „Coda tre“, also Reihe 3, und händigte mir den Schlüssel aus. Nach wenigen Sekunden waren wir am Auto. Um 8 Uhr 50 hatten wir unser Gepäck verstaut und traten die Heimreise an. Um 15 Uhr erreichten wir Konstanz und beendeten zufrieden unsere erste Kreuzfahrt-Reise.

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