Málaga

15. Februar 2009. Es war Sonntag, und wir blieben etwas länger liegen. Als wir uns aus unserer ‚Koje‘ bequemten, hatte die MSC-Fantasia bereits im Hafen von Málaga festgemacht. Die sechstgrößte Stadt Spaniens begrüßte uns mit unerwartet frühlingshaften Temperaturen. Wie üblich hatten wir unser Frühstück im L’Africana eingenommen, mit Fensterplatz und schönem Blick auf Málaga. Um 9:45 Uhr verließen wir das Schiff und nahmen den Shuttlebus, der uns zunächst zum Cruise Terminal brachte.

Der Hafen von Málaga

Der Hafen von Málaga

Dort mussten wir in einen anderen Bus umsteigen. Dieser fuhr dann bis zum Hafeneingang, wo man wieder auf eine Horde von Taxifahrern, Fremdenführern und Pferdekutschern traf. Der Hafeneingang liegt zentral, nur wenige Schritte benötigten wird bis zur Kathedrale, deren interessantes Inneres wir ausgiebig besichtigten. Sie wird auch ‚Die Einarmige‘ genannt, da sie nur einen Turm hat. Danach unternahmen wir einen Spaziergang durch die Stadt, wobei wir ein wenig bedauerten, dass Sonntag war und alle Geschäfte geschlossen hatten. Gut gefallen haben uns die Orangenbäume und Palmen, die viele Straßen in der Innenstadt säumen. Später kamen wir am Picasso-Museum vorbei, dem wir leider aufgrund unseres kurzen Aufenthalts keinen Besuch abstatten konnten.

Dann stiegen wir langsam hinauf zur Alcazaba, einer maurischen Festung aus dem 11. Jahrhundert. Diese ließen wir aber rechts liegen und folgten weiter dem Fußweg hinauf zur Burganlage Castillo de Gibralfaro. Nach zwei Dritteln des Weges kamen wir an einen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf die Stadt Málaga, die Stierkampfarena und den Hafen mit der MSC Fantasia. Die Besichtigung der Burg Gibralfaro von innen sparten wir uns, es schien uns das Eintrittsgeld nicht wert.

Mini-Video: Rundblick über Málaga

Für den Abstieg nahmen wir den gleichen Weg, den wir gekommen waren. Über die breite Prachtstraße ‚Paseo del Parque‘ schlenderten wir zurück zum Hafeneingang und dem dort wartenden Busshuttle. Vor dem Cruise Terminal hatte sich schon eine ordentliche Menschenschlange gebildet. Es hieß, MSC habe einen Fehler bei der Anmeldung des Schiffes gemacht, daher seien zu wenig Sicherheitsschleusen geöffnet gewesen. Manche Herrschaften regten sich – künstlich – über die Wartezeit auf. Diese war zwar unschön, aber es gibt Schlimmeres. 30 Minuten mussten wir warten, bis wir die Sicherheitsschleuse passiert hatten. Es waren aber wohl alle Passagiere rechtzeitig auf dem Schiff, denn wir legten pünktlich um 14 Uhr ab.

Unsere Route in Málaga


blaue Linie: Hafenbus
grüne Linie: Fußweg

Mittagessen im Restaurant ‚Red Velvet‘

Wir hatten Appetit, aber keine Lust auf Buffet und beschlossen daher, das Mittagessen im Red Velvet Restaurant einzunehmen. Es war unser erster Besuch dort. Wir fanden schnell einen Zweiertisch im Obergeschoss des zweistöckigen Restaurants, am Geländer. Zunächst bestellten wir jeweils einen gemischten Salat. Katrin aß Überbackene Sedanini, und danach ein Spargelomelett. Ich nahm einen Teller Spaghetti und als zweiten Gang ein Hähnchensandwich mit Kartoffelchips. Zum Abschluss gab es als Dessert noch einen Käseteller. Dazu tranken wir eine Flasche Mineralwasser und probierten einmal den roten Hauswein, der in der Karaffe gebracht wurde und durchaus trinkbar war.

Restaurant 'Red Velvet'

Restaurant ‚Red Velvet‘

Nachmittag auf See

Die MSC Fantasia fuhr nun vor der andalusischen Küste in Richtung Osten, sodass unser Balkon auf der Steuerbordseite genau südlich ausgerichtet war. Wir genossen daher die „Siesta“ an diesem schönen Vorfrühlings-Sonntag auf dem Balkon in strahlendem Sonnenschein. Später probierten wir noch das 4D-Kino aus. Dabei handelt es sich um ein 3D-Kino (der 3D-Effekt wird durch eine entsprechende Brille erzeugt), das als „vierte Dimension“ mit bewegten Sitzen aufwartet. Man sieht einen am Computer generierten Film, rast durch Tunnels, Bergwerke oder vorbei an Planeten, und wird dabei ordentlich durchgeschüttelt. Wir sahen den Film „Cosmic Coaster“, der etwa 5 bis 6 Minuten dauerte. Übrigens waren wir übrigens die einzigen Gäste im Kino mit seinen etwa 20 Plätzen und der Film wurde extra für uns gestartet. Die junge Dame, die außer dem Kino auch noch nebenan den Formel 1 Simulator bedient, schien recht froh zu sein, endlich einmal Gäste zu haben. Als unsere Vorführung beendet war, kamen aber zwei weitere Zuschauer.

Nach unserem Kinobesuch gingen wir an die frische Luft und schlenderten etwas über das Oberdeck. Die Sonne schien, Liegestühle waren aufgestellt, aber so weit nach oben hatte es kein Sonnenanbeter geschafft, zumal hier auch der Fahrtwind zu spüren war. Eine halbe Stunde ließen wir uns auf zwei Liegen nieder und genossen die Sonne. Später bummelten wir ganz ans Heck zum Lido Catalano, gingen dort über die Treppe hinunter zum Deck 14 und dort durch die Schiebetüre ins „L’Africana“. Dort hofften wir, einen Platz an der Fensterfront über dem Schiffsheck zu ergattern. Schon bei der Abfahrt in Genua hatten wir ja hier hinten die schöne Aussicht genossen. Wir hatten auch Glück und fanden noch einen leeren Tisch gleich am Fenster mit schönem Blick auf das Meer.

Mini-Video: Wellen im Pool

Obwohl das L’Africana eigentlich immer nur von 16 bis 17 Uhr zum „Nachmittagstee“ geöffnet war, waren die Fensterplätze hier am Heck fast immer belegt von Passagieren, die hier einfach nur saßen und hinaus aufs Meer blickten, lasen oder Brettspiele spielten. Es war bereits 17:20 Uhr und die Kellner hatten ihre Reinigungsarbeiten fast schon beendet. Es zeigte sich nun einmal mehr die Freundlichkeit des asiatischen Personals. Ich fragte einen jungen Servierhelfer, ob ich wohl noch ein Bier bekommen könnte. Er antwortete, er müsse fragen. Wenig später kam er zurück und meinte, ich könne gerne noch ein Bier bestellen. Also orderte ich ein Bier „in the bottle – „Nastro Azzurro“. Er wiederholte den Namen zwei Mal, aber ich merkte, dass er mich eigentlich nicht verstanden hatte. Er nickte, ging und kam kurz darauf mit der Getränkekarte wieder, damit ich ihm zeigen konnte, welches Bier ich meinte. Jetzt hatte er verstanden. Er nickte wieder und brachte mir wenige Minuten später das Bier. Alles geschah nicht ungeduldig, sondern sehr freundlich und hilfsbereit. Wir saßen da, blickten hinunter auf die Wellen, die bereits wieder größer wurden, und ließen uns von der Abendsonne bescheinen. Ich genoss mein Bier und machte ein paar Fotos, da kam unser junger Kellner erneut an den Tisch und bedeutete uns, dass er uns gerne fotografieren würde. Ich gab ihm die Kamera, er fotografierte uns. Ich schaltete die Kamera auf Wiedergabe und zeigte ihm sein Werk, was ihm augenscheinlich gut gefiel. Das Ergebnis ist rechts zu sehen. Dies habe ich übrigens oft auf dem Schiff festgestellt: Oft, wenn ein Mitarbeiter sah, wie jemand seinen Partner fotografierte, bot er sich an, eine Aufnahme zu machen, damit beide Partner auf dem Bild sind.

Abendessen im Cerchio d’Oro

An Tag 9 unserer Kreuzfahrt waren die Marken unser Thema beim Abendessen.
Als Vorspeise gab es Bresaola mit Käse-Mousse und Rucola, dann einen gemischten Salat. Da wir uns beide gar nicht hungrig fühlten, verzichteten wir auf ersten und zweiten Gang der Tageskarte und begnügten uns mit Spaghetti Bolognese aus der Ersatzkarte. Als Dessert gab es dann noch ein Stracciatella-Eis.

Mini-Video: Shops, Atrium, Lifte

Nach dem Abendessen drehten wir unsere übliche Runde durch die beiden Promenadendecks 6 und 7. Diesmal blieben wir im Photoshop hängen. Es wurden verschiedene DVDs angeboten: Eine über die MSC Fantasia, mit Bildern vom Bau, von der Taufe und natürlich vielen Aufnahmen von den Decks und den verschiedenen öffentlichen Räumen.
Eine weitere DVD stellte die Reiseziele unserer Kreuzfahrt näher vor, und die dritte DVD namens „My Cruise“ enthielt Videomaterial, das während unserer Reise gedreht worden war. Hierauf waren also viele mitreisende Gäste zu sehen. Alle drei DVDs sollten zusammen im „Sonderangebot“ 49,95 Euro kosten. Wir überlegten etwas, und bestellten dann die DVDs. Da an der dritten DVD noch gearbeitet wurde, konnte man die DVD erst am letzten Abend der Reise abholen. Anschließend begossen wir unseren Kauf in der Cantina Toscana mit einem Glas Brunello di Montalcino („nur“ 9,00 Euro), dazu gab es ‚gratis‘ je zwei gefüllte Kirschpeperoni-Hälften.
Und damit war unser Abend auch schon wieder zu Ende.

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