Auf See

8. Februar 2012 – der letzte Seetag. Da an Seetagen immer alle Passagiere zur gleichen Zeit wie wir frühstücken möchten, entschieden wir uns für dasFrühstück in der Kabine, und hatten das Bestellformular noch vor dem Zubettgehen ausgefüllt und außen an die Kabinentüre gehängt. Das Frühstück wurde wie immer überpünktlich, 10 Minuten vor der gewünschten Uhrzeit, in die Kabine gebracht. Ebenfalls wie immer gab es für den Überbringer 2 Euro Trinkgeld.

Nachdem wir die Disco auf Deck 15 erst vor wenigen Stunden wegen grauenhafter Musik fluchtartig verlassen hatten, suchten wir sie nun erneut auf, wegen der guten Rundumsicht, die man von dort oben hat. Von hier aus konnten wir gut sehen, dass die Fantasia auf eine Schlechtwetter-Front zufuhr. Südlich der Insel Mallorca nahm der Seegang und damit auch die Schiffsbewegungen deutlich zu. Sowohl auf meinem perönlichen Navi, bestehend aus GPS, Eee PC und Software TTQV, als auch auf dem Schiffs-Infosystem konnte man erkennen, dass Kapitän Ponti den Kurs geändert hatte, und nach Süden auswich, um das Unwetter zu umfahren. Den Seegang spürten wir nun deutlich, appetitlos waren wir noch nicht, daher gingen wir ins für diese Uhrzeit außergewöhnlich ruhige L’Africana Restaurant. Dor gab es Nudeln alla Putanesca, Salat, und als Abschluss ein Creme-Dessert.

Um 14 Uhr wartete die letzte Behandlung unseres Wellness-Pakets auf uns: eine Thalasso-Anwendung mit anschließender kurzer Massage. Die Anwendung fand in einer speziellen Liege-Duschkabine statt, ähnlich einer Solarbank. Die arme junge Thai-Dame hatte offensichtlich auch schon Beschwerden wegen des Seegangs. Nun musste sie auch noch ein Peeling und Öle auftragen, mit einer Hand. Mit der anderen musste sie den Deckel der Duschwanne festhalten, damit er ihr nicht auf den Kopf fiel. Ich war kurz davor, abzubrechen, und froh, als die Anwendung vorbei war.

Der Seegang nahm weiter zu. Nun half eigentlich nur noch, sich aufs Bett zu legen und abzuwarten. Vorher ging ich noch zur Rezeption, um Tabletten gegen „Motion-Sickness“ zu holen. Bevor ich diese bekam, musste ich noch unterschreiben, dass ich mir der Risiken bewusst sei. Die Unterschriten-Liste war schon mehrere Seiten lang…

So verbrachten wir den Nachmittag. Ich meinte, ein leerer Magen sei unvorteilhaft. Daher raften wir uns auf und hangelten uns regelrecht entlang der Handläufe durch das Schiff ins Restaurant, das heute Abend praktisch leer war. Salat, Kichererbsen-Suppe, Spaghetti Bolognese, kein Alkohol, und schnell wieder zurück auf’s Bett. Wenig später aber schien das Gröbste überstanden. Seegang, Schiffsbewegungen und Zustand wurden deutlich besser.

Das Programm für den nächsten Tag kam spät. Offensichtlich musste es wegen der Kursänderung und der damit verbundenen Verspätung neu gedruckt werden. Die geplante Ankunftszeit in Civitavecchia lag nun bei 09:45 Uhr, der Bus nach Rom sollte um 10 Uhr starten.

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