Civitavecchia

Trotz der Routenänderung wegen Schlechtwetters am Tag zuvor erreichten wir Civitavecchia früher als geplant. Um 8:30 Uhr begann das Anlegemanöver. Ich freute mich, eine alte Bekannte wiederzusehen: die MSC Splendida, mit der wir 2010 eine schöne Kreuzfahrt durch das östliche Mittelmeer unternommen hatten. Ich nahm mir vor, am Abend nach unserer Rückkehr ein paar Fotos zu machen.

MSC Splendida

Drehen der MSC Fantasia neben dem Schwesterschiff MSC Splendida.

Zunächst gab es Frühstück. Da zu erwarten war, dass das ganze Schiff zur selben Zeit frühstücken will oder muss, wollten wir weder ins SB-Restaurant noch in das Bedienungs-Restaurant gehen und hatten wieder vor dem Zubettgehen die Karte mit der Frühstücksbestellung außen an die Kabinentür gehängt. Überpünktlich, 10 Minuten vor der gewünschten Zeit, stand der Kellner mit unserem Frühstück vor der Kabine.
Um 10 Uhr fanden wir uns im Theater L’Avanguardia ein, dem Sammelpunkt für die Teilnehmer des Ausflugs „Rom auf eigene Faust entdecken“. Der beinhaltete nur den Bustransfer nach Rom und zurück. Auf das Chaos im Zug wie 2009 hatte ich keine Lust, daher hatten wir uns für diese Variante entschieden.  Kurz vor 12 Uhr erreichten wir das Parkhaus Terminal Gianicolo in der Nähe des Petersplatzes, in dem sogar Busse parken können. Hier sollten wir uns auch um 17 Uhr wieder einfinden.

Wintertag in Rom

Schöner Wintertag in Rom

Also 5 Stunden Zeit für unseren Bummel durch Rom. Nach nur wenigen Schritten hatten wir den Petersplatz erreicht und nahmen erst einmal wieder die beeindruckende Architektur des Petersdoms und der Kolonnaden in uns auf. Dann machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant für’s Mittagessen, denn das hatten wir uns als erstes Highlight vorgenommen. Leider waren die Empfehlungen aus dem Reiseführer geschlossen oder machten von außen einen wenig vertrauenerweckenden Eindruck. So suchten wir selbst im Borgo, dem Stadtteil in direkter Nachbarschaft des Vatikan, nach einem Restaurant, und wurden schon bald fündig: Im Ristorante Tre Pupazzi kehrten wir ein. Dass bald nach uns einige Geistliche hereinkamen, und sich zum Mittagessen an den Nachbartisch setzten, ließ uns hoffen, das richtige Lokal gewählt zu haben. Ein Teller Spaghetti al Pesto, dazu Rotwein und Wasser, sollten als Mittagessen genügen. Geschmacklich wurden wir nicht enttäuscht: Pasta, wie sie schmecken sollte!

Spanische Treppe

Spanische Treppe

Nach dem Mittagessen marschierten wir zunächst an der Engelsburg vorbei Richtung Spanische Treppe, die wir über die Brücke Ponte Cavour und durch die Luxus-Einkaufsmeile Via Condotti erreichten, vorbei an Geschäften und Schaufenstern mit teuersten Preziosen von Tiffany, Bulgari, Piaget, Rolex, Cartier, und wie sie alle heißen. Nach einem kurzen Selfie-Fotostopp am oberen Ende der Treppe ging es Richtung Forum Romanum, an diesem vorbei zur Kirche San Pietro in Vincoli. Diese beherbergt zwei Sehenswürdigkeiten beziehungsweise Reliquien. Zum einen die „Ketten des Petrus“, in denen dieser gefesselt gewesen sein soll, zum anderen das wunderbare Grabmal für Papst Julius II, der Mose des Michelangelo.


Leider konnte man dieses Meisterwerk Michelangelos nur aus einigen Metern Entfernung bewundern. Beeindruckend ist es trotzdem. Drei Kilometer Fußmarsch hatten wir von hier zurück zum Parkhaus noch vor uns, daher war es bereits wieder Zeit zum Aufbruch. Vorbei am Altare della Patria, auf dessen Dach wir 2009 gewesen waren, erreichten wir über die Piazza Venezia, die Via del Plebiscito und den vielbefahrenen Corso Vottoria Emanuele II wieder das Parkhaus Gianicolo und unseren Bus. Im Schritttempo ging es nun durch den Feierabendverkehr aus Rom hinaus, und über die Autobahn zurück nach Civitavecchia, das wir gegen 19:15 Uhr erreichten.

Katrin war platt. Starke Kopfschmerzen plagten sie, und sie musste sich vor dem Abendessen noch ein paar Minuten hinlegen. Ich griff die Kamera, um noch ein paar Aufnahmen von der MSC Splendida zu machen, aber die hatte bereits abgelegt. Also genehmigte ich mir ein Bier in der Fantasia-Bar auf Deck 6, und holte dann Katrin zum Abendessen ab. Es ging ihr etwas besser.

Die Region unseres letzten Abendessens an Bord war Sizilien. Es gab:

für Katrin für mich
Salat mit Möhren und Mais
Salat von Tintenfisch und Calamar mit Gemüse Caponata
Penne Pomodoro
Penne Pomodoro
Putenschnitzel
Goldmakrele al Cartocchio
Kokos-Eis
Käse

Nach dem Abendessen verabschiedeten wir uns von Kellner Ortiz und seinem Hilfskellner. Beide bekamen noch ein extra-Trinkgeld. Ein letzter Bier-Bon musste noch verbraucht werden, dann ging es in die Kabine, um weiter einzupacken. Um 00:30 stellte ich die Koffer vor die Kabinentür und es ging für eine kurze Nacht ins Bett. Um 7 Uhr musste die Kabine bereits verlassen werden.

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