Funchal

5. Februar 2012 In den Morgenstunden erreichten wir planmäßig Funchal, die Hauptstadt der Insel Madeira. Nachdem wir bei unserem ersten Besuch eine Rundfahrt mit ‚unserem‘ Taxifahrer Manuel unternommen hatten, zogen wir diesmal ohne Führer los. Wir wollten hinauf nach Monte. Das ist das Top-Ziel der Tagesbesucher, deswegen beeilten wir uns etwas. Ein schnelles Frühstück im Africana Buffet, fertigmachen und runter vom Schiff.

Draußen erwartete uns ein wolkenloser Himmel, es war aber recht windig. Ich ging auf den ersten besten Taxifahrer zu und fragte ihn nach dem Preis für eine Fahrt zur Seilbahnstation. 7,50 Euro fix wollte er für die zweieinhalb Kilometer. Von mir aus, wir hatten es eilig. Als wir die Station erreichten, war es noch ruhig; niemand an der Kasse oder am Aufgang zu den Kabinen. Ich erstand zwei Tickets, und erfuhr, dass wegen des Windes nur „One Way“ verkauft wird. Es bestand die Gefahr, dass der Seilbahnbetrieb eingestellt wird, sollte der Wind noch mehr auffrischen. 10 Euro kostete das ‚einfache‘ Ticket. Beim Einstieg in die Gondel wurde wir fotografiert, oben an der Bergstation erwartete uns bereits das fertige Foto, das wir uns für weitere 10 Euro gönnten. Vorher ertrugen wir aber die schlingernde, schwankende Fahrt, während der der Wind der Gondel doch schon zusetzte. Da kam schon Rummelplatz-Feeling auf und wir mussten darauf vertrauen, dass die Betreiber der Bahn schon wissen, wie lange man fahren kann, bis es zu gefährlich wird.

Dennoch: Wir kamen unbeschadet oben an und machten uns auch gleich auf zur Wallfahrts-Kirche Nossa Senhora do Monte, in der der letzte Kaiser von Österreich, Karl I., ruht. Von hier sind es nur wenige Meter zur Abfahrt der berühmten Korbschlitten. Hier warteten schon etliche Touristen darauf, über das glatte Pflaster nach Funchal hinunter zu rutschen. Genau genommen geht es nicht bis hinunter nach Funchal, man rutscht nur einige hundert Meter, dann ist die teure Fahrt schon zu Ende.

Wir wollten nicht mit dem Schlitten hinunter, sondern mit der zweiten Seilbahn hinüber zum Botanischen Garten. An der Kasse kauften wir für 11 Euro pro Person Kombitickets für Seilbahn und Garten-Eintritt. Vom Kassenhäuschen führt ein Weg hinunter zur Seilbahnstation, und erst nach einer Kurve mussten wir feststellen, dass schon etliche Leute warteten. Ich zählte mehr als 100. Eine Gondel fasste 6 Personen, es hingen wenig Gondeln am Seil. Nur alle 4 Minuten konnten 6 Personen einsteigen. Dass wir also weit über eine Stunde warten mussten, war nicht schwer auszurechnen. Also gingen wir wieder zur Kasse zurück, um uns die Tickets erstatten zu lassen. Aber, aus dieser Richtung kommend, strahlte uns schon bald ein Schild entgegen „Keine Rückerstattung!“. Aus der anderen Richtung war dieses Schild nicht zu erkennen. Da hatten wir uns schön abzocken lassen. Jedenfalls machten wir uns zu Fuß auf den Weg hinunter nach Funchal. Auf einem schönen, aber sehr steilen Weg erreichten wir in einer guten Stunde das Zentrum der Inselhauptstadt.

Der Hunger plagte uns nun, und ich schlug im eigentlich immer zuverlässigen Müller Reiseführer Madeira die Restaurant-Empfehlungen auf. Dummerweise hatten alle empfohlenen Gaststätten geschlossen. Schließlich kehrten wir im „Jardim da Carreira“ ein, saßen dort im netten Hofgarten und ließen uns eine Spezialität Madeiras schmecken: Fleischspiesse (Espetadas), die mit Pommes Frites und Erbsen/Möhren. serviert wurden. Davor gab es einen Thunfisch- und Sardinen-Salat, dazu Knoblauch Brot (mit sehr viel Knofi). Unsere Mahlzeit wurde begleitet von je einer Flasche Weißwein und Wasser, und abgerundet mit einem Espresso und einem Glas wohlig brennenden Madeira-Rum. Für alles zusammen bezahlten wir 45 Euro, was absolut in Ordnung ging.

Nun ging es zurück zum Schiff, unterwegs noch in einen Souvenirshop, um ein Schnapsglas und einen Magnet-Pinn zu kaufen, unsere bevorzugten Souvenirs.

Von der Zen-Zone, dem Heck-Poolbereich der MSC Fantasia, beobachtete wir das Auslaufen aus Funchal, und wurden dabei wiederum von Martin Skielka auf der AIDASol beobachtet und fotografiert. Seine Fotos hat er mir zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür!

Eine halbe Stunde zum Ausruhen blieb uns nun noch, dann mussten wir schon wieder los, denn vor dem Abendessen wollten wir uns noch einen Aperitif in der Manhattan-Bar schmecken lassen.

Das Abendessen hatte die Region Apulien als kulinarisches Thema. Und das haben wir gegessen:

Katrin Ich
Mariniertes Gemüse mit Basilikum/Ricotta-Creme
Mariniertes Gemüse mit Basilikum/Ricotta-Creme
Salat mit Grillgemüse
Salat mit Grillgemüse
Graupensuppe
Graupensuppe
Risotto mit 4 Käse und Gemüse
Risotto mit 4 Käse und Gemüse

Nun waren wir doch ganz schön geplättet. In der Parfümerie erstanden wir noch ein Set mit 4 Dior Mini-Parfumflakons, dann gab es noch einen Grappa als Absacker in der Wein-Bar, und dann ging es ins Bett.

 

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