Genua

17. September 2012. Auch dieser Ausschiffungstag begann recht früh. Um 7 Uhr weckte uns das Smartphone, bis 7:30 mussten wir laut Tagesprogramm die Kabine verlassen, das Ausschiffen unserer Farbe „Rot“ war für 9:45 geplant. Die Abrechnung über unsere Bordausgaben war bereits in der Nacht unter unserer Kabinentür durchgeschoben worden. Aufgrund der Vorab-Rechnung, die wir bereits 2 Tage zuvor erhalten hatten, musste ich nur noch einen kurzen ‚Plausibilitätscheck‘ durchführen. Wir erledigten die Morgentoilette, packten unsere letzten Sachen in den Rucksack und verließen die Kabine mit wenigen Minuten Verspätung. Vor dem Zahlmeisterbüro auf Deck 5 warteten etliche Barzahler in der Schlange, als Kreditkartenzahler mussten wir uns aber nicht anstellen. Es reichte, eine unterschriebene Kopie der Rechnung in die auf dem Tresen aufgestellte „CreditCard Drop off Box“ zu werfen. Nur ein paar Schritte waren es von der Zahlmeister-Theke bis ins Restaurant „Le Fontane“, wo wir ein letztes Frühstück einnahmen. Wir ließen uns Zeit, sodass wir nach dem Frühstück nur noch eine halbe Stunde bis zur geplanten Ausschiffung überbrücken mussten. Wie etliche andere Passagiere taten wir das auf dem Pooldeck 13 auf einem Liegestuhl. Kurz vor 9:45 machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt im Casino auf Deck 7. Nach weiteren 5 Minuten konnten wir das Schiff verlassen. In der Gepäckhalle fanden wir auch sofort unsere Koffer.

Kolumbus-Denkmal

Kolumbus-Denkmal am Bahnhofsvorplatz Piazza Acquaverde

Zu Fuß erreichten wir in einer knappen Viertelstunde den Bahnhof „Genua P.P.“ (Porta Principe), der vom Ausgang des Kreuzfahrtterminals “ Stazione Marittima“ bereits zu sehen ist. Dreieinhalb Stunden blieben uns noch bis zur Abfahrt unseres Zugs nach Milano. Wir deponierten unsere beiden schweren Koffer für jeweils 5 Euro bei der Gepäckaufbewahrung und schlenderten die Via Balbi entlang. Ein kurzer Abstecher führte uns in den schönen Innenhof des sehenswerten Palazzo Reale. Ich wäre gerne mit der Zahnradbahn Zeccha-Rigi auf den Berg gefahren, um von oben noch ein paar Aufnahmen von Genua, dem Hafen und der MSC Poesia zu machen. Da wir die Abfahrt eines Zuges aber um wenige Sekunden verpassten, und die Bahn nur alle 20 Minuten fährt, wurde uns die Zeit schon zu knapp, sodass wir dann doch verzichteten, und lieber in einer Bar um die Ecke einen Espresso und ein Glas Wein nahmen. Bei dieser Gelegenheit kauften wir gleich noch Tramezzini als Proviant ein.
Frühzeitig trafen wir wieder am Bahnhof ein, holten unsere Koffer, und marschierten durch die Unterführung bis zum Gleis 18, um uns dann darüber zu ärgern, dass wir die Koffer Stufe um Stufe die Treppe hinauf wuchten mussten. Transportband oder Aufzug – Fehlanzeige.


Der Zug setzte sich in Bewegung und schon kam die Ansage, dass wir – wie schon bei unserer Rückreise aus Rom vor eineinhalb Jahren, in Chiasso den Zug verlassen und in einen Zug der SBB am Bahnsteig gegenüber umsteigen müssten. Diese Ansage war in italienisch, und wurde offensichtlich nur von wenigen Fahrgästen verstanden. Das war unsere Chance, einen besseren Platz zu ergattern. Bereit kurz vor Como bugsierten wir unsere Koffer zum Ausstieg und waren 10 Minuten später in Chiasso die ersten, die den Zug verließen. Gegenüber wartete bereits der SBB-Zug, in dessen letzten, noch komplett leeren Waggon wir gleich einsteigen. Hier sah es schon ganz anders aus. Rechts war eine große Stellfläche für Kinderwägen oder Gepäck, wo wir unsere Koffer abstellten, rechts eine Bank in Fahrtrichtung. Und schon saßen wir. Nur langsam füllte sich der Wagen, bis alle Gäste den Zug gewechselt hatten, waren bereits 17 Minuten Verpätung zusammengekommen. Damit war klar, dass wir den nächstmöglichen Anschlußzug nach Konstanz in Zürich nicht erreichen würden. Zunächst ging es aber über den Gotthard, umringt von einer Horde fotografierender und lärmender asiatischer Touristen. Nach einer weiteren halben Stunde saßen wir endlich im Zug nach Konstanz, das wir kurz vor 21 Uhr erreichten. Nach einer Taxifahrt erreichten wir müde, aber voller neuer Eindrücke und Erinnerungen, unser Zuhause.

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