Kopenhagen

9. September 2012. Um 7:30 Uhr durchzogen heftige Vibrationen unsere Kabine. Wir legten in Kopenhagen an, und so weit vorne spürte man das Herablassen der Leinen deutlich. Schade, die Unterquerung der Storebæltsbroen, der Brücke über den großen Belt zwischen Kopenhagen und Malmö, hatten wir verschlafen. Und das, obwohl Katrin eigentlich kein Auge zugetan hatte. Die Matratze ihres Betts war komplett durchgelegen, schlimmer noch als meine.
Gleich nach dem Frühtück im SB-Restaurant standen wir wieder an der Rezeption mit unserer Frage nach einem Kabinenwechsel. Dort vertröstete man uns erneut auf den nächsten Tag, versprach aber, die Matratze zu tauschen. Also ging es erst mal nach Kopenhagen hinein. Wir nahmen uns aber vor, nicht bis zum nächsten Tag zu warten, sondern am Abend wieder an die Rezeption zu gehen, und dann musste eine Entscheidung her. Es nervte, dass wir nicht richtig auspacken konnten.
Das Wetter war eher durchwachsen, bewökter Himmel, keine Sonne, aber wenigstens regnete es nicht. Am Hafenausgang wartete bereits ein „Hop on – Hop off“ Bus. Wir erstanden zwei Tickets im „Sonderangebot“ für 23 € pro Person. Damit durften wir dann alle drei Rundkurse nutzen: die „Mermaid-Tour“, die „Christiania-Tour“ und die „Carlsberg“-Tour. Mehr Infos zum CitySightseeing Kopenhagen gibt es in diesem pdf. Der Bus, in den wir am Kreuzfahrtanleger eingestiegen waren, war allerdings nur ein Zubringer-Bus, der uns zum Haltepunkt Langelinie brachte. Hier hätten wir in den „Mermaid-Rundkurs“ einsteigen können. Wir spazierten aber über die Uferpromenade Langeline am Wasser entlang zur Kleinen Meerjungfrau, und weiter am beeindruckenden Gefion Brunnen vorbei zum Kastell. Dort bestiegen wir erneut einen HoHo-Bus, mit dem wir durch die Innenstadt bis zum haltestelle „Radisson Hotel/Tivoli“ fuhren. Hier kann man die verschiedenen Rundkurse wechseln, und wir stiegen in die Christiania-Tour um.


Vorbei am Rathaus, der alten Börse und modernen Gebäuden wie dem Schwarzen Diamant ging es in die Freistadt Christiania, und wieder zurück in die Innenstadt.

Von hier ging es zu Fuß weiter. Am Rathausplatz gab es ein Erinnerungsfoto vor der Hans Christian Andersen Statue, dann schlenderten wir durch eine der längsten Einkaufsstraßen Europas, die Strøget. Unterwegs zogen wir ein paar Dänische Kronen aus dem Automaten, denn wir hatten Hunger. Das „Le President Bistro“ gefiel uns gut, und man konnte schön draußen sitzen. Für Katrin gab es Nachos, und für mich einen Big City Burger. Mit Bier und Cola waren wir dafür umgerechnet 42,10 €uro los. War aber lecker. So gestärkt beschlossen wir, den ganzen Weg zurück zum Schiff zu laufen. Wir lagen ja noch bestens in der Zeit.

Kleine Gässchen führten uns zum Königsgarten mit Schloß Rosenborg. Durch das schöne Viertel Nyboder erreichten wir die Hafenanlagen. Weniger attraktiv mussten wir noch ein Stückchen entlang einer vielbefahrenen Straße zurücklegen, bis wir endlich den Hafeneingang vor uns hatten. In einer Barracke wurden Souvenirs verkauft. Dort wurden wir unsere letzten Kronen für einen Magnetpin los.


Nun war auch schon „Boarding Time“. Da wir das Auslaufen an Deck miterleben wollten, war keine Zeit mehr für einen Drink. Mit dem Aufzug ging es hoch zum Pooldeck, dann weiter zum Heck der Poesia. Und schon hieß es „Leinen los!“. Langsam bewegte sich das Schiff durch die Kopenhagener Hafenanlagen auf das offene Meer zu.

Nun war es Zeit, erneut an der Rezeption nach dem Kabinenwechsel zu fragen. Und endlich erhielten wir eine positive Auskunft: Wir könnten in die Balkonkabine 9115 wechseln. Zwar nicht kostenlos, aber für einen Aufpreis von 100 Euro pro Person, was uns akzeptabel erschien. Wenn uns die Kabine geffallen würde. Ein Mitarbeiter der Rezeption führte uns hin und wir sagten sofort zu. Das war ganz etwas anderes als unsere doch recht einfache Kabine 8002, in der wir nun schnell die wenigen Dinge, die wir bereits ausgepackt hatten, zusammenräumten. Ein paar Minuten später kam schon ein Boy, um unser Gepäck in die neue Kabine zu schaffen.

Kabine 9115 auf der MSC Poesia
MSC Poesia Kabine 9115

MSC Poesia Kabine 9115

Ein langer Tag mit vielen interessanten Eindrücken lag hinter uns, das Abendessen noch vor uns. Der Dress Code war wieder „Leger“. Es waren ja auch viele neue Passagiere an Bord gekommen. Was gab es zu essen? Zunächst einen Fächer von Parmaschinken und Melone, dann Salat mit Rucola, Rosinen und Zitrusfrüchten. Als „Primo Piatto“ aßen wir Lasagne, und als „Secondo“ einen Goldbarsch unter Zitronenkruste, mit Möhren als Beilage. Beim Desserte kapitulierte Katrin, ich genehmigte mir noch einen kleinen Käseteller.

Nach dem Abendessen ließen wir uns noch in der schönen Weinbar, die in den nächsten Tagen zu unserer „Stammkneipe“ werden sollte, nieder. Wir bestellten einen Rawson’s Retreat, und dazu brachte der aufmerksame Kellner noch eine Platte mit Knabbereien: Grissini, Focaccia, Käsewürfel. Wir schafften nur noch ein paar Bissen.
Un dann ging es ins Bett, auf eine anständige Matratze, die uns endlich gut schlafen ließ, während die Poesia ruhig durch die Nacht fuhr.

Weinbar Il Grappolo d'Oro

Weinbar Il Grappolo d’Oro

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