Katakolon

18. März 2010. Ich wurde um 7 Uhr wach und ging gleich auf den Balkon, um nachzusehen, wie weit wir noch von Katakolon entfernt waren. Die MSC Splendida war bereits dabei, langsam in die Bucht von Katakolon einzuschwenken. Direkt unter mir dümpelte ein Aussichtsboot, das als „Pilote“-Boot fungierte, und das Heck der MSC Splendida beim Eindrehen beobachtete. Wenige Minuten später legten wir an.

Katakolon

Katakolon

An der Kaimauer stand schon eine lange Schlange von Reisebussen, um die Ausflügler nach Olympia aufzunehmen. Da – zumindest bei mir – kein allzu großes Interesse an Sportstätten – ob antik oder modern – vorherrscht, hatten wir bereits im Vorfeld beschlossen, eine kleine Wanderung, eigentlich mehr einen Spaziergang von rund 7 Kilometer Länge, zu unternehmen. Da wir nicht wie ursprünglich geplant um 14 Uhr, sondern erst um 17 Uhr abfahren sollten, konnten wir den Tag langsam angehen lassen. Während die ersten Landgänger den Ausgängen entgegen eilten, gingen wir erst einmal ins „Bora-Bora“ zum Früstück. Immer wieder gab es Durchsagen, dass um 10 Uhr für das Personal eine Rettungsübung stattfinden würde, die Passagiere seien davon nicht betroffen und solllten die Alarme und Durchsagen nicht zur Kenntnis nehmen. Es war kurz nach 10 Uhr, als wir das Schiff verließen. Ich wollte noch eine Flasche Wasser mitnehmen, aber alle Bars waren wegen der Rettungsübung geschlossen.

Rettungsboote

In Katakolon fand eine Rettungsübung für die Mannschaft statt.

Kein Wasser also. Direkt auf dem Kai befand sich ein Duty Free Shop. Vielleicht gab es dort Wasser? Fehlanzeige. Zigaretten, Uhren, Schmuck, Speicherkarten, Batterien, Freisprecheinrichtungen, aber kein Wasser. Wir würden aber bestimmt welches in Katakolon finden.

Zunächst fotografierten wir ausgiebig die MSC Splendida. Auf der ganzen Reise sollte es keinen so freien Liegeplatz mehr geben (wobei man auch in Athen und Rhodos noch schöne Ausnahmen machen konnte). Wir schlenderten die Kaimauer entlang, bis wir den Hafeneingang erreicht hatten. Während sich die meisten Pasagiere, die ihren Landgang auf eigene Faust unternahmen, nach rechts in die Ortschaft Katakolon wandten, gingen wir nach links, ein Sträßlein bergan. Später bogen wir nach rechts ab und wanderten über den Bergrücken zur Ortschaft Agios Andreas, mit schönen Blicken auf das Meer, in Gärten und Olivenhaine, und immer wieder auch auf die MSC Splendida. Anschließend ging es entlang einer wenig befahrenen Straße zurück nach Katakolon. Dort bummelten wir durch die kleine Hauptstraße mit ihren Geschäften, eines wie das andere: Lederwaren, Schmuck, Uhren, griechische Souvenirs wie auch auf Santorin oder Kreta.

Katakolon-Wanderung. Unsere Alternative zu Olympia

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Es war höchste Zeit für eine Einkehr. In einem Straßencafe direkt am alten Hafen von Katakolon kehrten wir ein und bestellten keinen griechischen Cafe, den Katrin wegen des verbliebenen Kaffeesatzes nicht mag, sondern einen Espresso. Dazu genossen wir einen eiskalten OuzoUnd wir genossen vor allem das herrliche Wetter. Temperaturen wie zuhause im Sommer, und das am 18. März. 14 Uhr war es mittlerweile geworden. Eigentlich wollten wir zurück zum Schiff, um dort Mittag zu essen, aber der Ouzo hatte uns Appetit auf griechische Kost gemacht. Ein paar Schritte weiter gab es ein einladendes Restaurant, und so nahmen wir nur einen kleinen Platzwechsel vor.

griechischer Salat am Hafen von Katakolon

griechischer Salat am Hafen von Katakolon

Wir fanden einen schönen Tisch, direkt am Wasser. Dort ließen wir uns als Vorspeise einen griechischen Salat und Tsatziki, danach Souflaki mit Pommes Frites schmecken. Gesättigt und zufrieden schlenderten wir zurück zum Schiff. Die Strahlen der Nachmnittagssonne hatten gerade unseren Balkon erreicht, also ließen wir uns dort in den recht bequemen Plastik-Korbmöbeln nieder und warteten auf die Abfahrt unseres Schiffes. Kurz vor 17 Uhr fuhr das Ausflugs-/Lotsenboot wieder in seine Beobachtungsposition, und pünktlich verließen wir Katakolon mit Kurs auf Piräus. Wir blieben noch auf unserem sonnigen Balkon sitzen, bis die letzten Umrisse der Landzunge hinter dem Horizont verschwunden waren.

MSC Splendida in Katakolon am 18. März 2010

MSC Splendida in Katakolon am 18. März 2010

Unser Spaziergang in Katakolon


Der am wenigsten benutzte Whirlpool befindet sich nach unserer Erfahrung auf Deck 18 – über der Diskothek. Das war auf der MSC Fantasia so, und auf der Splendida nicht anders. Kaum jemand findet den Weg bis hierher. Wir dagegen zogen Badesachen und Bademantel an, machten uns auf den Weg zum Whirlpool und genossen eine gute halbe Stunde die Unterwasser-Massage. Danach ging es gleich weiter zu einem Saunagang in die Thermalzone. Dann war es auch schon Zeit zum Abendessen.
Der Abend stand unter dem Motto „Kampanien“. Was wir gegessen haben, weiß ich nicht mehr. Das Essen war so fade, dass wir die Erinnerung daran verdrängt haben. Als Dessert hatte Katrin ein Sorbet, das nur nach Wasser schmeckte, ich aß den neapolitanischen Rumkuchen Baba al Rhum, der das Beste am gesamten Abendessen war.
Nach dem Abendessen schlenderten wir noch etwas durch die verschiedenen Geschäfte in der Ladenzone. Ich kaufte mir eine neue Armbanduhr. Wir gingen früh zu Bett, schließlich würde der folgende Tag mit dem Besuch der Millionenstadt Athen vermutlich recht anstrengend werden.

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