Messina

25. März 2010. Tag 10! Italien hatte uns wieder, und damit nahte langsam das Ende unserer Kreuzfahrt. Noch zwei italienische Hafenstädte, heute Messina, morgen Neapel, dann würden wir endgültig Kurs auf Genua setzen. Und Kapitän Mattia Manzi hatte recht behalten mit seiner Prognose zu Beginn der Kreuzfahrt: „Schönes Wetter bis Malta“. Denn als ich um 7 Uhr auf den Balkon trat, während die MSC Splendida in der Straße von Messina kehrt machte und im Bogen in den Hafen von Messina einfuhr, zeigte sich der Himmel nicht gerade von seiner schönsten Seite. Damit war auch unser Plan, mit dem Zug nach Taormina zu fahren und das dortige Amphitheater zu besichtigen, hinfällig. Wir beschlossen stattdessen, in aller Ruhe zu frühstücken, und dann einen Bummel durch Messina zu machen, solange es nicht in Strömen regnete.
Erst 20 Minuten vor Ende der Frühstückszeit liefen wir im Bora-Bora ein. Die Kellner und Oberkellner hatten heute besonders unfreundliche Mienen aufgesetzt. Wir liesen uns aber unsere Laune nicht verderben, und ich machte mir ein herzhaftes Frühstück ‚American Style‘ zurecht. Wunderbar der Blick von Deck 14 auf die Häuser von Messina.

Nach dem Frühstück begannen wir unseren Stadtbummel des „Tores zu Sizilien“. Direkt gegenüber des Schiffsanlegers trafen wir auf die kleine Kirche ‚Santissima Annunziata dei Catalani‘. Sie ist eines der wenigen Gebäude dieser häufig von Katastrophen heimgesuchten Stadt, die nicht durch ein Erdbeben zerstört wurde. Nach einer kurzen Besichtigung ging es weiter zur Piazza del Duomo, mit dem interessanten Orion-Brunnen (Fontana del Orione) und natürlich der Kathedrale Maria Santissima Assunta, oder auch Dom von Messina. Dieser beeindruckt durch seinen Innenraum, aber auch durch den freistehenden Glockenturm an seiner Nordflanke. Dieser Glockenturm beherbergt die größte mechanische Uhr der Welt, dazu die größte Glocke Siziliens, die auch die zweitgrößte Glocke Italiens darstellt. Vom Domplatz aus konnte man oben am Hang bereits die Kirche ‚Santuario della Madonna di Montalto‘ sehen. Wir machten uns auf den Weg dorthin und stiegen über steiler werdende Sträßchen und Treppen bergan. Vom Vorplatz des Kirchleins hatte man einen schönen Blick auf Messina, die Straße von Messina, den Hafen und die MSC Splendida.

Dom von Messina

Dom von Messina

Wir sahen uns auch noch den Innenraum an, und spazierten dann weiter in nördlicher Richtung zum nächsten Kirchengebäude, nur wenige hundert Meter entfernt lag. Das Sacrario Cristo Re, der Christkönigstempel, ist den gefallenen Soldaten der Stadt gewidmet. Auch hier biete sich einem ein herrlicher Panoramablick über die Straße von Messina bis zum italienischen Festland.

In einem Supermarkt machten wir noch Besorgungen, dann ging es über Treppen wieder hinab auf Meereshöhe. Durch die lebhafte Viale Boccetta und die große Via Guiseppe Garibaldi kehrten wir zum Schiff zurück, nicht ohne vorher noch einen leckeren Espresso in einer kleinen Bar getrunken zu haben.

Unsere Route in Messina – Sizilien


Gegen 13:30 Uhr, gerade recht zum Mittagessen, waren wir wieder auf der MSC Splendida. Wir gingen ins La Reggia und wurden wieder an einem ‚deutschen‘ Tisch aufgefüllt. Ich bestellte Spaghetti alla Puttanesca, bekam aber stattdessen Spaghetti Bolognese serviert. Diesmal reklamierte ich und bestand auf dem bestellten Gericht. Natürlich musste ich zehn Minuten warten, bis die ‚richtigen‘ Spaghetti kamen. In der Zwischenzeit stellten wir fest, dass die Dame gegenüber von mir zwar ‚Spaghetti Bolognese‘ bestellt hatte, bekommen hatte sie aber ‚meine‘ Spaghetti Bolognese. Und nichts gesagt, als ich reklamierte. Katrin meinte zu recht „Wie blöd kann man eigentlich sein…“. Nach dem Mittagessen beeilten wir uns, in die Thermalzone zu kommen, ergatterten noch zwei liegen in der ersten Reihe, und genossen den Blick von Deck 14 auf das Häusermeer von Messina. Ein unvergeslicher Anblick das Ablegen, wie die sizilianische Stadt immer weiter zurückblieb.
So verbrachten wir einen entspannten Nachmittag. Vor dem Abendessen bummelten wir noch einmal durch die Ladenzone, erstanden für die Frau des Hauses in der Boutique ein Lacoste Shirt (auf diese gab es heute 20% Rabatt), und dann genehmigten wir uns noch einen Aperitif in der Splendida Bar: Prosecco für Katrin, Campari Soda für mich.
Das vorletzte Abendessen an Bord hatte die italienische Region Marken als Thema. Als Vorspeise bestellten wir eine Räucherlachs-Rolle mit Ricotta-Füllung. Dann aß Katrin einen Salat, und ich eine Zuppa di Ceci, Kichererbsensuppe. Als Secondo Piatto nahm Katrin Mahi-Mahi Tunfisch, für mich gab es Hähnchen auf Jägerinnen-Art (Polla alla Cacciatora). Zum Dessert nahmen wir noch ein Orangensorbet.

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