Neapel

26. März 2010. Bella Napoli: So lautete der Name unserer Stamm-Pizzeria in Würzburg und heute konnten wir endlich überprüfen, ob Neapel wirklich so ‚Bella‘ war, oder ob sich die Schönheit der Stadt vor uns verbergen würde und wir stattdessen das weniger schöne, gar hässliche Neapel kennen lernen würden.
Vom Balkon aus verfolgte ich das Einlaufen und Festmachen der Splendida. Dann ging es zum Frühstück ins Bora Bora Buffet. Gemütlich packten wir unseren Tagesrucksack und gingen dann von Bord, aus dem Hafengebäude geradewegs in die Stadt. Wir hielten uns links und besuchten erst einmal die Galleria Umberto I, eine Einkaufspassage, von der ich schon viele Bilder gesehen hatte und deren Architektur mich sehr interessierte.

Galleria Umberto I

Galleria Umberto I

Wir verließen die Passage am entgegen gesetzten Ende und erreichten nach wenigen Schritten, vorbei am Eingang des berühmten Opernhauses Teatro San Carlo – bei der Eröffnung das größte Opernhaus der Welt – den großen Platz Piazza Plebiscito, der zum Palazzo Reale leitet. An der Ecke erspähte ich das berühmte Café Gambrinus, wo ich mir natürlich unbedingt einen wunderbar schmeckenden Espresso gönnen musste. Herrlich, wie es drinnen zuging: Ein wunderbarer Kaffee-Duft lag im Raum, am Tresen standen etliche Italiener, die sich ihren Café, Café ristretto oder auch Café coretto mit einem Schlückchen Grappa schmecken ließen. Mehrere „Baristi“ waren mit dem Aufbrühen von immer neuen Café beschäftigt, Körbe voller benutzter Tassen wurden weggetragen, gerade gespülte, noch dampfende Tassen wurden auf die Warmhaltetassen der mächtigen Espresso-Maschinen geräumt. Ich genoss mein schwarzes, heißes, süßes Aufputschmittel, dann setzten wir unseren Weg durch Napoli fort.

Café Gambrinus

Café Gambrinus

Mit der Standseilbahn ging es nun hinauf auf den Vomero Hügel, und von dort bummelten wir hinüber zur Certosa di San Martino, einem Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert. Wir zahlten je 8 Euro Eintritt und besichtigten das Kloster mit seiner reichen und opulenten Ausstattung. Immer wieder taten sich auch schöne Ausblicke auf die Bucht von Neapel und den Vesuv auf. Nur wenige Schritte waren es von hier zum Castel Sant’Elmo, von dessen Mauern wir einen herrlichen Blick auf das Häusermeer von Neapel, die Bucht, den Hafen mit der MSC Splendida und im Hintergrund den Vesuv genossen.

Neapel

Moloch Neapel

Über eine Treppe gelangten wir wieder hinunter in das Stadtzentrum, durch das spanische Viertel zurück in die Einkaufsstraße Via Toledo, wo sich auch die Talstation der Standseilbahn befindet, und an deren Ende auch das bereits erwähnte Café Gambrinus liegt. Wir hatten Glück, es war gerade ein Plätzchen vor dem Café frei geworden, und wir ließen uns auf einen Aperitif nieder. Für Katrin gab es einen nach ihrer Aussage köstlichen Cappuccino und für mich einen Campari Soda. Dazu servierte der freundliche Ober Oliven und Knabbergebäck. Nun meldete sich langsam der Hunger und wir schlenderten zurück aufs Schiff, nicht ohne vorher noch einen kitschigen Pinnwand-Magneten zu erstehen, wie wir es auf diese Reiser in jeder Stadt getan hatten.

Unsere Route in Neapel


grüne Linie: Fußweg
schwarze Linie: Standseilbahn (Funicolare)

Eine Viertelstunde vor Ende der Öffnungszeit trafen wir im Buffet Bora-Bora zum Mittagessen ein. Und schon war es Zeit für das Auslaufen, das wir von unserem Balkon verfolgten. Nun mussten wir uns sputen, im Aurea Spa wartete man auf uns zur dritten und letzten Massage unseres Wellness-Pakets. Wir genossen die Entspannung, besuchten anschließend noch kurz das Dampfbad, und gingen dann zurück in unsere Kabine 11030, um eine der unangenehmeren Aufgaben dieses Tages zu erledigen, nämlich das Kofferpacken. Die mussten bis Mitternacht vor die Kabine gestellt werden, und wir wollten den letzten Abend an Bord noch in Ruhe genießen.

Swarovski Treppen

Swarovski Treppen im Atrium

Also machten wir uns nochmals ‚ausgehfertig‘, wobei hierfür kein besonderer Aufwand getrieben werden musste, schließlich war als Dress Code im Tagesprogramm ‚leger‘ ausgegeben worden. Die ‚bessere‘ Kleidung befand sich ja auch bereits im Koffer. Wir schlenderten nochmal durch den Bauch der MSC Splendida, gaben an der Rezeption auf Deck 5 den ausgefüllten Fragebogen ab und besuchten noch einmal den LOGO-Shop, wo wir einen Splendida-Pin erstanden; schließlich gab es auf die Einkäufe hier etwas Rabatt aufgrund unserer Mitgliedschaft im MSC-Club. Dann genehmigten wir uns noch einen letzten schönen Drink: In der Splendida Bar gab es einen Caipirinha.

Sports Bar

Sports Bar

Das letzte Abendessen unserer Reise hatte Sizilien als Regionen-Thema. Wir bestellten ein Schwertfisch-Carpaccio und Salat, der leider wieder gleich mit der Vorspeise serviert wurde. Katrin nahm Penne und ich Spaghetti al Pomodoro, ganz einfach und klassisch mit Tomatensoße.
Darauf folgte ein Cordon Bleu mit Gemüse und als Dessert noch ein Stracciatella-Eis.

Nach dem Abendessen gingen wir mit unseren Tischnachbarn in die „Aft Lounge“. Dort war wie jeden Abend ordentlich Betrieb. Es war gerade Tanzstunde, und die Animateure versuchten, dem überwiegend weiblichen Publikum den italienischen Volkstanz „Tarantella“ näher zu bringen. Später tranken wir in der Sports Bar noch ein allerletztes Bier, bevor wir ziemlich müde zu Bett gingen. Draußen hatte es mittlerweile wieder ordentlichen Seegang.

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