Piräus – Athen

19. März 2010. Wir standen zeitig auf, warteten aber noch mit dem Gang zum Frühstück, bis diejenigen, die zum Bus mussten, gegangen waren. Dann machten wir uns auf den Weg ins Bora-Bora, in dem wir nun problemlos einen Fensterplatz fanden, und genossen erst einmal unser Frühstück mit Panoramablick auf die Hafenanlagen von Piräus.

Im Hafen von Piräus

Im Hafen von Piräus

Die Splendida hatte am äußersten Zipfel des Hafens festgemacht, sodass die Fahrt zum Terminal mit dem kostenlosen Bus einige Minuten dauerte. Wir gingen durch das Hafengebäude und bahnten uns unseren Weg duch eine Horde schreiender, wild gestikulierender Taxifahrer. Mit Hilfe der Kartenapplikaton auf meinem Blackberry fanden wir unseren Weg zur Metrostation. Knapp 20 Minuten dauerte der Fußmarsch dorthin. Vom Kreuzfahrt-Terminal aus hält man sich links, dann immer am Fährhafen entlang in nördlicher Richtung, bis man auf eine Fußgängerbrücke trifft. Allerspätestens hier überquert man die Straße und findet links den Eingang in den Metro-Bahnhof. Zumindest wenn man der griechischen Schrift nicht mächtig ist, kann man von außen nur schwer erkennen, dass es sich bei dem Gebäude um die Metro-Station handelt. Man kann aber einen wartenden Zug bereits von außen durch die Türen sehen. Am Automaten lösten wir zwei Tickets. Für 1 Euro kann man 90 Minuten lang zwischen Piräus und Athen jedes öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Zuhause in Konstanz kann man in derselben Zeit schon mal 12 Euro für den ÖPNV ausgeben… Ein Metrozug stand bereit, aus dem Fenster des Führerstands lehnte sich der Fahrer heraus. Sicherheitshalber fragte ich ihn auf englisch, ob dies der richtige Zug nach Monastiraki, so der Name der Station in Athen, sei. Gut, dass ich gefragt hatte, denn der Fahrer erklärte mir – ebenfalls auf englisch und im Übrigen äußerst freundlich – dass dies zwar schon der richtige Zug sei,wegen Bauarbeiten würde er aber nur nur eine Station fahren, dann müssten wir zwei Haltestellen den Busersatzverkehr nehmen, dann ginge es mit der Metro weiter. So machten wir es – und alle anderen Passagiere auch. Am Monastiraki-Platz stiegen wir aus, verließen die Station und sahen den Burgberg mit der Akropolis vor uns liegen. Der schroffe Felsen sah wenig einladend aus, dennoch machten wir uns durch die kleinen Gassen auf den Weg. Immer wieder drehten wir uns um und genossen den Blick auf das riesige Athener Häusermeer.

Das Häusermeer von Athen

Das Häusermeer von Athen

Haus an Haus, in alle Richtungen, soweit man sehen konnte. An den Kassenhäuschen angekommen erstanden wir zwei Eintrittskarten und besichtigten die antiken Stätten, wie die Propyläen, das Parthenon und die anderen Tempel. Leider waren viele der antiken Gebäude mit Gerüsten ‚verunstaltet‘, an allen Ecken und Enden wird restauriert und renoviert. Wir waren beileibe nicht alleine hier oben, zu den vielen Einzeltouristen gesellten sich natürlich viele MSC-Gruppen vom Schiff, und dazu etliche Schulklassen. Dennoch gelang es uns sogar, ein paar Fotos ganz ohne Menschen zu schiessen. Man half sich gegenseitig, wir fotografierten einige Paare und wurden im Gegenzug auch zusammen fotografiert.

Die Akropolis von Athen

Der Rundgang war beendet und wir stiegen auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen waren, vom Burgberg wieder ab, hinunter in die riesige Stadt. Auf halbem Weg kamen wir an einem Kafenion namens ‚Dioskouri‘ vorbei. Halb auf der Straße gab es einige Tische mit den typischen Bast bespannten Stühlen. Ein Tisch war noch frei, wir waren durstig von unserer Aktopolis-Besichtigung und bestellten uns erst einmal zwei Gläser Ouzo, die mit zwei großen Gläsern Wasser und einem Behälter mit Eiswürfeln serviert wurden. So gestärkt bummelten wir noch ein paar Minuten duch die schon an einen orientalischen Bazar erinnernden Sträßchen und Gassen rund um den Monastiraki-Platz, in denen die üblichen Trouristen-Artikel angeboten wurden: Uhren und Schmuck, Lederwaren, Tücher, Taschen, Souvenirs. Da die Hinfahrt aber wegen der Baustelle doch einige Zeit in Anspruch genommen hatte, beschlossen wir, unseren Bummel hier abzukürzen und zeitig den Rückweg anzutreten, um pünktlich auf dem Schiff zu sein. Auf dem Monastiraki-Platz, am Eingang zur Metro, verweilten wir noch einige Minuten. Ein paar fliegende Händler boten Obst an, auf manchen Karren waren appetitlich aussehende, große, knallrote Erdbeeren angehäuft.

Obstverkäufer am Monastiraki-Platz

Obstverkäufer am Monastiraki-Platz

Ein anderer Verkaufsstand erregte aber meine Aufmerksamkeit. Dort wurden große gebackene Ringe, bestreut mit Sesam, angeboten. Für 50 Cent kauften wir so einen Sesamkringel. Er schmeckte vorzüglich. Die Rückfahrt verlief wie die Hinfahrt, nur dass es jetzt am frühen Nachmittag sowohl im Zug als auch auf den Straßen schon deutlich voller war. An der Station Kallithea mussten wir den Zug verlassen und in den Bus umsteigen, der uns mehr oer weniger im Schritttempo durch den Stau zur Station Faliro brachte. Dort wieder umsteigen in einen Metrozug und mit diesem nochmals bis zur Endstation Piräus. Von dort liefen wir zurück zum Cruise Terminal, und ließen uns vom Hafenbus zur Splenida bringen. Um 15:30 Uhr, eine Stunde vor der spätesten Rückkunfts-Zeit, waren wir wieder an Bord.

Unsere Route in Athen – Griechenland


grüne Linie: Fußweg

Unsere Route ab Piräus/Anleger


grüne Linie: Fußweg
schwarze Linie: Metro
braune Linie: Bus

Wir suchten zügig unsere Kabine auf und machten uns frisch. Wir gingen davon aus, dass es um diese Zeit in den Restaurants kein Mittagessen mehr geben würde und beschlosen daher, die ‚Enoteca‘ aufzusuchen, um ein Glas Wein zu trinken und gemeinsam eine Toskanische Wurst- und Käseplatte zu essen. Damit hatten wir ja auf der Fantasia bereits gute Erfahrungen gemacht.
Leider mussten wir enttäuscht feststellen, dass die Enoteca erst abends geöffnet war. Also gingen wir hoch ins SB-Restaurant Bora-Bora. Dort gibt es täglich um 16 Uhr den Nachmittagstee. Wären wir gleich hierher gegangen, hätten wir noch ein ‚richtiges‘ Mittagessen bekommen; die Reste des Bufffets wurden gerade abgeräumt. So gab es halt nur ein paar Sandwich- und Kuchen-Stückchen, und dazu einen Cappuccino.

Anschließend nutzten wir unsere Dauerkarten für die Thermalzone und verbrachten ein paar entspannende Stunden bis zum Abendessen.
Als wir in unsere Kabine zurückkehrten, fanden wir den Gutschein für ein Essen im Tex-Mex Restaurant vor, den MSC-Clubmitglieder erhalten. Er durfte allerdings nur in einem begrenzten Zeitraum verwendet werden, nämlich vom 24. bis 26.3., also an den letzten drei Tagen der Kreuzfahrt. Wir hatten also noch etwas Zeit, um uns zu überlegen, wann wir den Gutschein einsetzen wollten.
Das Abendessen hatte Sardinien als Thema. Wir aßen unter anderem Eisberg-Salat mit Spargel und Tomaten, Rinderkraftbrühe mit Raviolini, Gnocchietti mit Tomaten, Hackwürstchen und Schafskäse auf sardische Art, Hühnchen mit Kartoffeln. Leider fehlte auch hier bei allen Gerichten die Würze. Wir saßen recht lange beim Abendessen, danach bummelten wr durch die Shopping-Zone um schließlich in der L’Aperitifo Bar aufzuschlagen. Katrin trank einen Grappa di Chardonnay und ich genoss einen Ramazotti. Bis kurz vor Mitternacht blieben wir sitzen. Weder auf unserer Fantasia-Reise noch jetzt auf der Splendida hatten wir schon einmal einen Mitternachtsimbiss erlebt, daher fuhren wir hoch ins Bora-Bora, weil es dort „Mediterrane Spezialitäten“ geben sollte. Hunger hatten wir zwar keinen, wir wollten aber wenigstens einmal sehen, was es um Mitternacht so gibt.

Meeresfrüchte-Salat

Meeresfrüchte-Salat beim Mitternachts-Buffet

Im vorderen, zentralen Buffetbereich waren einige Platten mit Salaten aufgebaut, wie Spaghettisalat oder Meeresfrüchtesalat. Dazu gabe es Gebackenes oder Frittiertes wie Kroketten, Frittata, gefüllte Teigtaschen etc. Es hatten sich auch schon etliche Hungrige eingefunden, die sich den Teller nochmal ordentlich voll packten. Wir probierten ein paar wenige Häppchen, suchten dann die Kabine auf und gingen spät ins Bett.

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