Rhodos

20. März 2010. Am frühen Morgen erreichten wir die Insel Rhodos und legten im Hafen von Rhodos Stadt an. Es war nur ein halber Tag Aufenthalt vorgesehen, daher hatten wir erst gar keinen größeren Ausflug eingeplant, sondern wollten nur etwas durch die Stadt bummeln. Dazu war genügend Zeit, und so frühstückten wir erst einmal ohne große Eile im SB-Restaurant Bora-Bora. Wir egatterten wieder einen Fensterplatz und genossen den sonnigen Ausblick auf den Hafen. Das Wetter war herrlich! Gegen 10 Uhr verließen wir die MSC Splendida und spazierten erst einmal am alten Hafen entlang Richtung der großen, markanten Stadttore.

MSC Splendida in Rhodos Stadt

Beim Stadtbummel war immer wieder die MSC Splendida zu sehen.

Wir beobachteten ein paar Fischer mit ihren Booten, schlenderten dann noch etwas weiter am Wasser entlang in nördlicher Richtung, besichtigten eine Befestigungsanlage in der Stadtmauer, sahen einige der typischen Windmühlen und wandten uns dann der Altstadt zu. Durch die mittelalterliche Ritterstraße – Odos Ippoton – stiegen wir hinauf zum Eingang des Großmeisterpalasts des Johanniterordens. Wegen des knappen Zeitbudgets verzichteten wir auf eine Besichtigung von Innen. Vorbei an der Süleyman-Moschee erreichten wir die Touristen-Hauptstraße Odos Sokratous. Wir bummelten durch die Geschäfte, erstanden Honig und Öl, und erreichten schließlich den zentralen Platz Platia Ippokratou mit einem schönen Brunnen. Die Straßencafes und Tavernen rund um den Platz waren schon gut gefüllt, dennoch versuchten uns viele Kellner in Ihr Lokal zu locken. Wir wollten zwar gerne einkehren, aber lieber abseits der touristischen Pfade. Also entfernten wir uns im rechten Winkel und in südlicher Richtung von der Touri-Meile und liefen durch schöne alte Gässchen, bis wir bei der Ibrahim-Pascha-Moschee auf einen kleinen Platz mit zwei oder drei Tavernen trafen. Hier war noch gar nichts los, also waren wir hier genau richtig. Wir nahmen Platz und bestellten eine kleine Flasche Ouzo und Wasser. Zum Essen empfahl uns die Wirtin Mezes, kleine Häppchen, sie würde uns eine Platte zubereiten. Wir sagten zu, genossen unseren Ouzo und dann die wirklich leckere Platte, mit Octopus-Salat, Fischcreme, Räucherfisch, Schafskäse, Oliven, Tomaten, Gurken, und dazu frisches Weissbrot.

Taverne in Rhodos Stadt

Taverne in Rhodos Stadt

Frisch gestärkt gingen wir wieder zurück zur Platia Ippokratou, warfen noch einen Blick in das eine oder andere Geschäft, und machten uns langsam wieder auf den Rückweg zum Schiff – entlang der Straße Odos Aristotelous, über die Platia Martyrion Evreon mit dem schönen Seepferdchen-Brunnen.. Die MSC Splendida grüßte bereits über die Stadtmauer. Durch das Ekaterini-Tor gelangten wir wieder zum Kai.

Bevor wir an Bord gingen, machte ich noch ein paar Fotos vom Schiff. Als wir unsere Kabine erreichten, fanden wir an der Türe einen Umschlag vor. Darin befand sich eine Einladung zum Cocktail-Empfang des Kapitäns. Um 19:30 sollten wir uns in der „Aft Lounge“ einfinden.
Bis dahin war noch viel Zeit, also nahmen wir erst einmal auf unserem herrlich sonnigen Balkon Platz und beobachteten das Ablegen. Los ging’s Richtung Ägypten.

Unsere Route auf Rhodos

Aus unserem Wellnesspaket, das neben dem freien Eintritt in die Thermalzone sechs Massagen, also drei für jeden enthielt, war Massage Nummer zwei fällig. Wir hatten die Termine immer auf die ‚halben‘ Seetage gelegt. Die letzte Massage war für den letzten Kreuzfahrttag, nach dem Besuch Neapels geplant. Um 16 Uhr hatten wir Termin. Wir fanden uns rechtzeitig im Wellnessbereich ein, wo wir eine entspanndende dreivertel Stunde genossen. Zur Abrundung legt wir gleich noch einen Saunagang nach. Dann suchten wir aber schnell wieder unsere Kabine auf, um noch einmal richtig unseren Balkon auszunutzen. Es war der letzte Tag mit südlichem Kurs, und daher auch die letzte Gelegenheit dieser Reise, vom Balkon aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Während ich also diese Zeilen in meinen Eee PC tippe, genieße ich das rechts zu sehende Bild ‚In Natura‘ und dazu ein Bier aus der Minibar.

Einladung zum Kapitänsempfang

Um 19:30 ging es dann zur Cocktail-Party des Kapitäns. Es war eine Party aus zwei verschiedenen Anlässen, zum Einen wurden die Honeymooners, also Hochzeitsreisende begrüßt, und zum Anderen die Repeater, die wie wir schon mehrfach mit MSC gefahren waren (Naja, mehrfach ist übertrieben, dies war unsere zweite Kreuzfahrt). Um 20 Uhr erschien der Kapitän, sprach ein paar wenige Worte, und stand dann für ein Foto mit Händeschütteln zur Verfügung. Wir stellten uns auch brav in der Reihe an und ließen uns fotografieren. Das Foto haben wir später aber nicht gekauft, es hat uns nicht sehr gefallen. Der Kapitän machte im Übrigen auf uns immer einen sehr seriösen, aber auch reservierten Eindruck, als würden ihm die öffentlichen Auftritte nicht sehr liegen, anders als Kapitän Bossi auf der Fantasia, der sich gerne unters Volk mischte und beispielsweise auch oft im Selbstbedienungs-Restaurant frühstückte.

Repeater's Party

Welcome Back Kuchen auf der Repeater’s Party

Nach dem Cocktail-Empfang ging es ins Restaurant Villa Verde zum Abendessen, wo unsere Tischnachbarn schon alle Platz genommen hatten. Es gab wieder ein Gala-Menü:
Als Vorspeise aß Katrin Rindfleischscheiben und gefächerte Krabben, für mich gab es einen Salat Roma mit Parmesan. Als ‚Primo Piatto‘ nahmen wir beide Tagliolini in Safran-Sauce, als ‚Secondo‘ gab es Fisch, und zwar Filet vom Schattenfisch mit Gemüse und Kartoffeln. Dieses Gericht schmeckte leider sehr fad, Salz fehlte komplett. Auch das Dessert konnte nicht überzeugen: Die Pannacotta hatte eine Konsistenz wie Mozzarella, es war viel zu viel Gelatine verwendet worden. Und Katrin fragte sich, wo die Vanille geblieben war.
Relativ früh gingen wir zu Bett. Es erwartete uns der anstrengendste Tag der Reise mit der langen Bustour von Alexandria nach Kairo.

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